Mein Bindungsverhalten mit DIS
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Mein Bindungsverhalten mit DIS

Mein Bindungsverhalten mit DIS

Sinn einer Bindung

Der Sinn einer Bindung zwischen einem Kind und einer Bezugsperson (z.B. Eltern) ist, dass das Überleben des Kindes gesichert wird. Als Baby braucht es die Bindung, damit es versorgt wird von der Bezugsperson. Das Baby teilt sich mit, damit die Lebensnotwendigen Bedürfnissen gedeckt werden wie Nahrungsaufnahme, Nähe, wenn das Bindungssystemaktiviert wird und somit Schutz, Sicherheit von der Bezugsperson vermittelt wird. Die Nähe der Bezugsperson vermittelt im Normalfall Sicherheit, damit das Kind sich wieder beruhigt.

Ein Kind braucht es, geschützt zu werden und einen sicheren Hafen zu haben. Das Kind hat einen Erkundungsdrang, das bedeutet es möchte die Welt entdecken und erkunden. Die Eltern lassen das Kind dies tun, aber sie passen auf (schauen zu) das Kind auf, helfen ihm und freuen sich mit ihm. Das Kind kehrt zu der Bezugsperson zurück, wenn es Angst hat, traurig ist oder die Eindrücke verarbeiten muss, die es gesammelt hat beim Erkunden. Unter Stress werden Informationen weniger schlechter verarbeitet, weshalb das Kind auch sehr viel von der Bezugsperson lehrt wie die Sprachentwicklung, Gefühlsregulation, Wahrnehmung der Bedürfnisse, usw. Das Kind ist bei ihr ruhiger, da sie sich an sie gewöhnt hat, Sicherheit bei ihr verspürt und somit kann das Kind sein Fokus auf Neues, Unbekanntes lenken und die Welt entdecken und lernen sich darin zurecht zu finden. Ich spreche hier von der sicheren Bindung, aber Kinder können auch andere Bindungstypen entwickeln. Es kommt ganz darauf an, was ein Kind von seinem Umfeld gelernt hat und besonders von seiner Bezugsperson.

Bindungstypen

Es gibt auch vier verschieden Arten von Bindungsverhalten, die ein Kind entwickeln kann: Unsicher-vermeidende Bindung, Sichere Bindung, Unsicher-ambivalente Bindung und desorganisierte Bindung.

Bindungstypen Abkürzung Beschreibung Verhalten in der Testsituation
Sichere Bindung B-Typ Solche Kinder haben eine emotional offene Strategie und verleihen ihren Gefühlen Ausdruck. Wenn die Bezugsperson den Raum verlässt, weinen, schreien die Kinder und wollen ihrer Bezugsperson folgen. Sie lassen sich nicht von der Testerin trösten. Bei der Rückkehr der Bezugsperson suchen sie Körperkontakt und wollen z. B. auf den Arm genommen werden. So beruhigen sie sich schnell wieder. Sie nutzen ihre Bezugsperson als sichere Ausgangsbasis, von welcher aus sie den Raum explorieren und auch mit der Testerin in Kontakt treten. Das Hormon Cortisol wird bei Stress ausgeschüttet. Diese Situation bedeutet Stress und somit eine Cortisolausschüttung. Bei Wiederkehr der Bezugsperson nimmt das Cortisol prompt wieder ab, da die Stressregulierung über die Nähe zur Bezugsperson erfolgt.
Unsicher vermeidende Bindung A-Typ Die Kinder zeigen eine Pseudounabhängigkeit von der Bezugsperson. Sie zeigen auffälliges Kontakt-Vermeidungsverhalten und beschäftigen sich primär mit Spielzeug im Sinne einer Stress-Kompensationsstrategie. Sie wirken bei der Trennung von der Bezugsperson unbeeindruckt; sie zeigen ihre Emotionen nicht offen, sondern versuchen jeden Ausdruck zu vermeiden. Bei der Wiederkehr der Bezugsperson ignorieren die Kinder diese. Häufig wird die Testerin der Bezugsperson vorgezogen. Exploratives Verhalten überwiegt. Die Situation bedeutet für das unsicher-vermeidende Kind jedoch ebenfalls Stress. Hier erfolgt die Regulierung aber nicht über die Bezugsperson und der Cortisolspiegel bleibt über mehrere Stunden erhöht.
Unsicher ambivalente Bindung C-Typ Diese Kinder verhalten sich widersprüchlich-anhänglich gegenüber der Bezugsperson. Sie wirken bei der Trennung massiv verunsichert, weinen, laufen zur Tür, schlagen gegen diese und scheinen absolut überwältigt vom Trennungsschmerz. Bei der Rückkehr der Bezugsperson klammern sie sich an diese, lassen sich aber dennoch kaum beruhigen. Auch in Anwesenheit der Bezugsperson interagieren sie kaum mit der fremden Person. Sie wirken wie hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis nach Nähe zur Bezugsperson und gleichzeitigem Ärger auf diese Person. Auch hier bleibt der Cortisolspiegel längerfristig erhöht, da keine adäquate Regulierung stattfindet.
Desorganisierte Bindung D-Typ Hauptmerkmal solcher Kinder sind bizarre Verhaltensweisen wie Erstarren, Im-Kreis-Drehen, Schaukeln und andere stereotype Bewegungen sowie völlige Emotionslosigkeit. Diese Kinder haben keine Verhaltensstrategie in bindungsrelevanten Stresssituationen, um mit der Trennungs- und Wiedervereinigungssituation umzugehen. Die Angst lähmt, lässt sie erstarren und überfordert. Vorherrschende Gefühle sind Ohnmacht, Überwältigung, Hilflosigkeit und Kontrollverlust. Dies ist durch sich emotional widersprechende, nicht zu einem einheitlichen Muster integrierbare Bindungserfahrungen begründet. Z.B. bietet die Bindungsperson teilweise emotionale Sicherheit, teilweise ist sie jedoch auch die Quelle der Angst. Dies tritt beispielsweise bei Misshandlung durch die Bezugsperson auf. Die Bezugsperson fügt dem Kind lebensbedrohliche Gewalt zu, ist aber gleichzeitig die einzige Person, die das Kind versorgt. Es besteht eine Abhängigkeit von der Bedrohung und das Kind befindet sich somit in einer paradoxen „lose-lose“ Situation; egal was es tut, es ist falsch. Bei diesen Kindern ist der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht.

(Quelle)

Es kann sich im Verlaufe der Kindheit auch von einer Bindung zur nächsten ändern. Ich würde meine Bindung am ehesten der desorganisierten Bindung zuordnen, aber in den anderen sehe ich mich auch, es kommt ganz auf den Anteil drauf an und dessen Erinnerungen und darauffolgenden Strategien. Ich bemerke und auch mein Umfeld, dass ich seit kurzem beginne sichere Bindungen zu einigen meiner Mitmenschen aufbaue, diejenigen die mir immer wieder zeigten, dass sie für mich da sind, dass ich mich auf sie verlassen kann und sie meine Grenzen einhalten. Ich beginne sichere emotionale Bindungen zu Menschen aufzubauen, denen ich vertraue. Es verunsichert mich je nach Anteil, auch Äusserungen zuerst zu sagen wie ich vermisse dich oder hab dich lieb, sind manchmal noch schwierig. Nimmt die Person das auf und gibt dasselbe zurück, freue ich mich sogar riesig, dass ich so mutig war meine Gefühle zu äussern. Ich höre gerne, dass sie mich auch lieb haben oder vermissen, wenn wir uns länger nicht mehr sahen. Früher traute ich mich nie es als erst zu sagen, auch wenn ich es vielleicht Mal gebraucht hätte. Meiner Katze hingegen kann ich es täglich mehrmals sagen und komme nie in solche Schwankungen wie wenn ich es Vertrauenspersonen sage. Bei meiner Katze bin ich jedes Mal glücklich, wenn ich es ihr sage, obwohl sie mir es nicht zurück sagt, aber ich spüre durch ihre Art, dass sie mich ganz doll lieb hat. Ich getraue mich auch ihnen auch mein Bedürfnis auszudrücken, dass ich nicht alleine sein möchte. Ich brauche zu Zeit beinahe ständig Menschen in meiner Gegenwart. Ich fühle mich einsam und zurückgstossen, wenn ich alleine bin. Ich sehe mich nach Kontakt mit Menschen, wo ich weiss, dass es mir in ihrer Gegenwart gut geht und ich einfach ich sein kann. Das ist seltsam für mich, da ich bisher immer lieber alleine war, mir bedeutete dies immer Sicherheit, obwohl ich dann nicht die Freude oder Geborgenheit empfand, wie ich sie jetzt in Gegenwart von Menschen empfinde. Es fühlt sich an, als ob ich das Bedürfnis nach Bindung zu Menschen aufhole.

Mein Bindungsverhalten mit DIS

Wenn man in der Kindheit durch schlimme verschiedene wiederholende Erfahrungen geprägt wird, und diese durch verschiedene Anteile abgespalten wird, entwickelt jeder Anteil eigene Strategien diese Erlebnisse zu überleben. Die heftigsten EMOTIONALEN Erlebnisse, die ich machte, waren als ich im Kleinkindalter war, weil ich dort wusste was ich brauchte, aber es nicht bekam von den Menschen, mit denen ich am meisten zu tun hatte, meinen Eltern. Eher das Gegenteil erhielt ich von ihnen. Ich suchte nach Sicherheit, Trost, usw. doch ich wurde permanent zurückgestossen oder sie setzten noch einen obendrauf und machten es noch schlimmer. Es entstanden Anteile, die mich vor ihnen schützten je nach Situation und manche verhinderten einen Kontaktaufbau mit ihnen, wenn es mir nicht gut ging. Die Strategien waren verschieden. Es entstanden multiple Verhaltensweisen und multiple Bindungstypen. Das Verhalten von uns allen konnte gegen Aussen stark wechseln. Wenn ich mit meiner Mutter alleine war hatte ich andere Strategien, wie wenn ich mit meinem Vater alleine war oder anderen Verwandten, Menschen. Bei manchen Personen sogar mehrere Strategien sprich mehrere Anteile, da meine Mutter ihr Verhalten des Öfteren wechselte, wie mein Vater. Anteile die keinen Ersatz fanden und auf sich alleine gestellt blieben, entwickelten einen schlechten Selbstwert und glaubten Aussagen von Aussen, wie dass wir nicht gut genug sind, usw. Sie kannten nur die eine Seite, das bedrohliche, gefährliche und glaubten dies sei normal. Das Gefühl von Sicherheit war ihnen fremd, weshalb sie es als normal ansehen und richtig, schlecht behandelt zu werden und überzeugt sind ihre Werte seien korrekt. Dabei übernahmen sie nur, was sie von ihrem Umfeld lernten.

Bei Menschen, mit denen ich selten Kontakt hatte, war ich anfangs immer scheu und zurückhaltend. Ich hatte früher Angst vor Menschen auch vor Verwandten, die mir nichts taten, weil wir keine Anteile hatten für solche die uns gegenüber gutwillig waren. Der ANP kopierte bei denen meistens das Verhalten nach einer Weile und spiegelte diese z.B. wenn sie lachten, lachten wir auch. Das Spiegeln des Gegenübers kam immer zum Einsatz, wenn wir keinen Anteil für diese Person hatten. Doch dieses Spiegeln konnte aufhören, wenn sich ein Anteil anfing wohl zu fühlen oder einer nach vorne kam, der eine bestimmte Art von Menschen mochte und realisierte, dass wir in Sicherheit sind. Mein „gesunder“ Freundeskreis baute sich genau auf einer Person auf bei der immer wieder angenehme Erfahrungen gemacht wurden:

Ich spielte mit einer Nachbarin draussen und wurde einmal von einer Biene gestochen. Ich hatte eine riesige Angst und es tat weh. Sie wollte mit zu mir kommen und ich verweigerte es, ich stiess sie weg und war wütend auf sie. Ich humpelte nach Hause, wo meine Mama den Bienenstachel entfernte und verarzte. Ich war traurig, aber nicht mehr wegen dem Schmerz, sondern weil ich mich einsam fühlte. Meine Mutter blieb nicht bei mir bis ich aufhörte zu weinen und munterte mich nicht auf. Sie verarztete nur die Wunde. Kurz darauf klingelte es und meine Nachbarsfreundin kam herein. Sie war für mich da, obwohl ich sie zurückwies. Sie tröstete mich und war für mich da. Sie ist bis heute noch eine Freundin von mir, auch wenn ich sie nicht mehr so oft sehe wie früher.

Ersatz für fehlende Bindung von der Bezugsperson: Nachbarsfreundin (gleich alt wie ich)

Durch sie fixierte ich mich immer auf jemand der ihrem Charakter ähnlich war. Sie tat mir unheimlich gut, durch sie blieb das Vertrauen in gleichaltrige Mädchen erhalten. Ich hatte in meiner ganzen Kindheit immer mindestens eine enge Freundin und heute mehrere enge Freundschaften, denen ich vertraue und immer mehr Anteilen bauen auf dieser Bindung eines Anteils auf. Diese Bindung gab einem Anteil Sicherheit, Trost, Freude und Selbstvertrauen. Sicherheit, dass ich Menschen in mein Leben lasse, die mich gut behandeln. Ich darf wählerisch sein und von einer Freundschaft profitieren und ich profitiere davon, wenn wir auf Augenhöhe sind und uns umeinander kümmern. Sie gab mir einen Teil des sicheren Hafens, den ich von meinen Eltern nie erhielt. Ich muss auch gestehen, dass sich dieser Teil, des sicheren Hafen durch weitere korrigierende Erfahrungen ausbreitete auf verschiedene Altersgruppen und sogar auch auf das männliche Geschlecht. Es dauerte Jahre, aber seit wir unsere Grenzen kennen und unsere Bedürfnisse und keine Angst mehr haben dazu zu stehen, brauchen wir kein vermeidungsverhalten mehr vor gewissen Menschen oder uns schuldig zu fühlen, um nein zu sagen. Nein zu sagen tut gut.

Mein Ziel ist es nicht zu erreichen, dass jeder Anteil jedem Menschen vertraut. Misstrauen darf sein und ich finde es auch gut, da ich lehrte, dass man vielen Menschen nicht trauen sollte. Was ich mit meinen Anteilen momentan aufbaue in meinem inneren System ist ein sicherer Hafen mit verschiedenen Strategien. Es muss kein sicherer Hafen sein, der an einen Menschen gekoppelt ist. Ich profitiere auch von anderen Methoden die Anteile entwickelt haben. Hier noch ein paar Beispiele:

Meine Mutter sperrte mich in meinem Schlafzimmer ein, wenn sie Besuch bekam von Sektenmitglieder oder anderen. Ich schlug an die Tür, weil ich zu meiner Mama wollte, da ich sie vermisste. Eine Frau kam in mein Zimmer. Sie schlug anfangs immer auf meine Hand, wenn ich die Türe berührte und als sie merkte, dass ich mich von den Schmerzen nicht aufhalten liess. Würgte mich sie jeweils so lange wie ich die Tür anfasste. Ich wurde irgendwann Ohnmächtig. Erwachte in meinem Bett und kuschelte mich an mein Plüschtier. Als meine Mama zu mir kam, wollte ich nicht, dass sie mich anfasste. Ich wich von ihr zurück. Nähe zu meiner Mama ist gefährlich! Aber ich will, ich brauch jemanden und dieser jemand wurde mein Plüschtier nicht mehr meine Mama. Sie konnte mich ab da in meinem Zimmer einsperren und ich wollte nicht mehr zu ihr. Ich wollte nur noch zu meinem Plüschtier.

Ersatz für die fehlende Bindung der Bezugsperson: Mein Plüschtier, das ich heute noch habe.

Ich hasse es, wenn Menschen im meinem Bett schlafen. Ich will niemand mehr in meinem Bett haben! Immer passieren böse Dinge! Ich bleibe lieber alleine, wenn ich böse Träume hatte, weil Mama und Papa mir sonst auch noch aua machen und böser als böse Träume sind. Allein sein schlimm aber Bett teilen schlimmer. Lange dachte bis miau miau bei mir schlafte. Sie lieb. Miau miau lieb. Mami Papi bös. Miau Miau vertrauen, Miau Miau immer lieb. Miau miau kuschelig. Kuschelig gued. Kei aua. Lieb Miau Miau fest. Mami Papi bös, bösi Mensche nöd liebe! Bösi Mensche weg. Chübel wörfe. Miau Miau phalte.

Ersatz für die fehlende Bindung von der Bezugsperson: Katze

Der Grund warum ich meine Anteile nicht zwinge jemandem zu vertrauen, ist, weil sie ihre Gründe haben. Ich bringe ihnen Verständnis auf, aber zeige ihnen auch die Fakten wie es heute ist. Mir (ANP) ist es wichtig, dass wir jeden Menschen so sehen wie er wirklich ist und nichts schönreden und einen Menschen von seinen besten Zügen zu sehen passiert schnell, wenn die Anteile voneinander getrennt sind. Sie haben getrennte Sichtweisen und suchen anfangs, dass was sie sich gewohnt sind. Deshalb möchte ich all meine Anteile kennen lernen und ihre Emotionen mitfühlen, so wie sie sich gegenseitig kennen lernen sollen. Damit ich sie verstehen kann und herausfinden kann, was sie heute brauchen würden und die Last soll heute von allen getragen werden und nicht nur noch von einem Anteil. Kein Anteil soll mehr einsam sein und ich möchte jedem einen sicheren Hafen schenken, der nicht abhängig von Menschen ist, solange sie es nicht wollen. Vertrauen zu einem Menschen soll erst dann entstehen, wenn es die Gefühle sagen, du tust mir gut und nicht weil der Verstand sagt, ich muss oder die Gewohnheit behauptet, das ist doch normal.

SAFE (Sichere Ausbildung für Erwachsene)

Während ich in Fachbüchern stöberte und mich über das Thema Bindung informierte. Stiess ich auch auf SAFE (sichere Ausbildung für Erwachsene). Es bietet Unterstützung schon während der Schwangerschaft und begleitet es bei seiner Entwicklung mit Fachkräften, die die Eltern auf das Kind sensibilisieren.

Das Ziel von SAFE ist:

  • Die sichere Eltern-Kind Bindung soll gefördert werden
  • Einer Bindungsstörung soll unterbunden werden
  • Unterstützung holen, um die Bedürfnisse des Kindes besser einzuschätzen zu lernen

Fachstelle SAFE:

Ich selbst habe diese Fachstelle nie in Anspruch genommen, da ich keine Kinder habe, aber würde ich jemals ein Kind bekommen, würde ich dort Unterstützung beantragen. Schliesslich brachte mir meine Eltern nicht bei wie man auf Bedürfnisse achtet und was Sicherheit bedeutet. Im Verlauf der Psychotherapie lernte ich dies bei mir, aber für mich ist es manchmal immer noch schwierig auf Bedürfnisse von anderen zu achten, da in mir innen viel abläuft und ich dort gefordert werde. Genau deshalb würde ich dies erneut mit Fachkräften anschauen, die darauf spezialisiert sind. Ich muss auch sagen, ich dachte immer, dass es das Beste ist kein Kind zu bekommen oder es an eine Pflegefamilie abzugeben mit meinem Hintergrund und DIS, aber diese Ansicht änderte sich bei mir je mehr ich las und lernte. Meine persönliche Meinung ist, dass ich daran glaube, dass Personen mit DIS und den gleichen Hintergrund haben wie ich Kinder haben können und auch eine sichere Bindung aufbauen können mit ihrem eigenen Kind, wenn die richtige Unterstützung vorhanden ist und sie regelmässig Feedback bekommen. Genauso braucht es eine innere Verknüpfung der verschiedenen Persönlichkeiten, um mit ihnen Abmachungen zu treffen. Wenn vom Umfeld genügend Unterstützung vorhanden ist und die Anteile Kompromissbereit sind, denke ich, dass einem Kinderwunsch zu realisieren nichts im Wege steht.

Dieses Buch kann ich empfehlen:

Bindung (utb Profile, Band 3758): Amazon.de: Lengning, Anke, Lüpschen,  Nadine: Bücher
Anke Lengning, Nadine Lüpschen: Bindung, 1. Auflage

Falls jemand an diesem Buch Interesse hat, würde ich die neuste Auflage kaufen.

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