Energie tanken im Alltag
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Energie tanken im Alltag

Energie tanken im Alltag

„Alleine bin ich besser dran!“ „Ich vertraue niemandem!“ „Ich schaff das alleine!“ „Mir geht es gut!“ Ich lasse alle im Glauben, mir geht es gut bis ich es selbst zu glauben beginne.

Das war meine Einstellung von klein auf. Ich wollte immer alles alleine schaffen. Ich brauche keine Hilfe. Von niemanden! Alles alleine zu meistern gab mir Kontrolle und der Glaube über mein Leben bestimmen zu können, doch diese Kontrolle hatte ich nur in Alltagssituationen wie in der Schule.

Die Schule, da war mein Lieblingsort in der Kindheit und auch heute noch. Ich war da gerne, auch wenn ich oft krank war und ständig erschöpft war und deshalb regelmässig fehlte. Einmal im Monat fehlte ich mindestens, manchmal sogar jede Woche ein paar Tage. Aber ich war da gerne, weil mich Menschen zum Lachen brachten und Gerechtigkeit herrschte, wenn es streit gab versuchte man es fair zu lösen. Es gab keine Bestrafungen, die körperlich oder seelisch schmerzten, höchstens Nachsitzen, was mir damals auch Spass machte. Ich hatte nur meinen Eltern gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil die davon nicht begeistert waren.. Aber man muss Prioritäten setzten.

Darauf will ich in diesem Text auch hinaus. Prioritäten setzten. Ich verschlang vor einer Wochen ein Buch «Das Café am Rade der Welt» von John Strelecky, was ich sehr empfehlen kann. Es geht um den Sinn des Lebens, des eigenen Lebens.

Warum bin ich hier?

Vermutlich denken viele, die diese Webseite besuchen, dass ich vielleicht hier bin um Betroffenen, die auch rituelle Gewalt erlebten zu unterstützen. Aber würde ich das nur aus diesem Grund machen, hätte ich es vermutlich niemals in Angriff genommen. Ich investierte viel in diese Webseite, weil es sich richtig anfühlt, dass anderen mitzuteilen. Ich schrieb nie oder stellte nie was hoch, wenn ich nichts fühlte oder ich Angst oder Wut empfand. Ich empfand anderes gute Gefühle dabei wie auch Sicherheit. Sicherheit, weil ich mich bereit fühlte. Bereit falls es schlechte Konsequenzen mit sich tragen könnte und ich fühlte ich würde diese auch meistern. Ich fühlte ich konnte mir Sicherheit geben, dass alles gut werden würde.

Das Thema rituelle Gewalt ist für mich teils eine grosse Belastung, weshalb ich immer wieder eine Auszeit brauchte um Energie zu tanken. In dieser Zeit machte ich viele Dinge und daraus entstand eine Übung, um mir diese Energie nicht mehr zu rauben lassen. Sondern die Balance in mir besser halten zu können. Mit der Hilfe meiner verschiedenen integrierten Persönlichkeiten. Sie wurden dadurch zu einer weiteren Ressource für mich. Ich gebe ihnen immer mehr Verantwortung ab und die Möglichkeit sich zu entfalten. Ihre positiven Gefühle freien lauf zu lassen und damalige Verbote durch Unterstützung von Aussen sie auszuführen zu ersetzten.  

Übung

  • Was mag ich? In Klammer das Ziel oder der Grund warum. Frag deine Anteile!
    • Möbel restaurieren (Wohnung einrichten)
    • zeichnen (Endresultat, neue Dekoration)
    • Kräuter anpflanzen ( Zum Kochen oder für Tee verwenden)
    • wandern (Schöne Aussicht)
    • Tee (entspannt, Genuss)
    • Brockenhaus besuchen (Inspiration, neue Möbel finden zum restaurieren)
    • stricken (Pullover)
    • lesen (neues lernen)
    • Hörbücher hören (kann Geschichten hören und nebenbei zeichnen oder sonst was)
    • Kleider schneidern lernen (kann meine Traumkleider machen)
    • neue Sprachen lernen (Bücher in ihrer Sprache lesen)
    • backen (liebe es zu dekorieren und wenn es schön aussieht)
  • Was tue ich im Alltag? In Klammer wie fühle ich mich dabei. 
    1. Serien/ Filme schauen (gelangweilt)
    2. 3x kochen (unmotiviert)
    3. Vokabeln lernen (gelangweilt)
    4. Krimis, Thriller lesen (ängstlich)
    5. online Shopping (gestresst)
    6. auf dem Handy surfen (gelangweilt)
  • Was müsste sich verändern?
    1. Netflix Abonnement kündigen
    2. Nur noch einmal kochen und sonst kalte Mahlzeiten, die gehen schneller
    3. Bücher lesen in Fremdsprachen (Französisch und Englisch B2 Level und neue Sprachen A1)
    4. Statt Krimis und Thrillers, eher Lebensratgeber, interessante Themen wie Yoga, Modedesign, Kräuter, Romane mit Happy End
    5. Ins Brocki gehen oder direkt in Läden gehen und sich dort evtl. beraten lassen

Ich ordne die Bedürfnisse auch nicht mehr zu einem Anteil, da ich möchte, das jeder Anteil an der Freude jedes Anteil teilhaben kann und genauso jeder Anteil für jeden da ist, wenn es einem Anteil schlecht geht. Fürsorglichkeit und einander Wertschätzen ist für mein inneres System wichtig. Hat oberste Priorität! Nun zurück zu meinem Beispiel und zur ersten Frage. Ich habe eine beträchtliche Liste mit Dingen die ich mag. Was nun damit? Es einfach zu tun, ist nicht so einfach.

Modedesign

Das ist ein witziger Anfang, wenn ich an ein paar Woche zurückdenke. Ich hab Stoff bestellt und dachte ich kann einfach ein Schnittmuster machen. Und hab an einem Nachmittag ein Kleid geschneidert. Falsch gedacht. Ich hab mich überschätzt und meine Motivation war, da wieder bei Null, obwohl ich mich gefreut hätte mein eigenes Kleid zu tragen. Ich habe viel zu wenig Informationen eingeholt, weil der Anteil früher immer für Puppen Kleider machte, war die Sache beträchtlich einfacher. Es musste nicht stabil und beweglich sein wie Alltagskleider.

Hilfe vs. Unterstützung

Was ich nun brauche ist HILFE. Nein, Unterstützung! Der Unterschied dabei ist, ich bin nicht abhängig von der Person. Ich behalte das Zepter in der Hand und kann dabei mein Wissen erweitern. Was ich mit den Tipps mache, ist meine Entscheidung! Auch von wem ich Unterstützung annehmen will oder einholen möchte.

Ich frage, wenn ich will. Ich nehme an oder lehne ab. Die andere Person gibt mir Möglichkeiten, teilt mit mir ihr Wissen, ihre Erfahrungen. Was es mir bringt? Das ich vorankomme ohne zu kämpfen. So sorge ich dafür, dass meine Freude erhalten bleibt und voller Energie, Motivation bleibt. Ich mache mir so das Leben einfacher, leichter. Meine Antwort auf die Frage: was mache ich hier? Ist folgendes, ich mache das, was mir Freude macht und gut tut und richtig anfühlt. Nehme jede Möglichkeit an, die genau das fördert. Ich fördere MEIN Wohlbefinden. Ich muss keinen Nutzen für irgendjemanden anderen haben oder erbringen. So wie es niemand für mich muss oder tat. Jeder hat seine eigene Definition oder Begründung zur Frage „Was mach du hier?“ und diese kann sich verändern oder gleich bleiben. Früher dachte ich, ich muss einen Nutzen für andere haben. Nutzen, wie ein Nutz-Tier. Heute denke ich: „Ich muss nichts. Ich darf tun, was ich möchte.“ Dieser Spruch sehe ich jeden Tag an der innen Seite meines Spiegel im Bad. An Wichtiges sollte man erinnert werden. Am besten täglich. Jeder meiner Anteile soll es wissen und danach leben. Jeder reagiert anders darauf, aber jeder will es schlussendlich zu seinem Lebensmotto machen. Den sie sehen anderen Anteilen tut dieser Spruch gut. Es tut gut seinen Ursprungsbedürfnissen zu folgen und dieses Mal unterstützen mich andere dabei.

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